Unsere im Tropenhaus ausgesetzten Hummeln sind eine zu den Bienen gehörende Gattung staatenbildender Insekten, die über einen Wehrstachel verfügen. Weltweit gibt es etwa 250 Hummelarten, die vor allem in den gemäßigteren und kühleren Regionen der Nordhalbkugel vorkommen. In Ländern wie Afrika und Australien kommen Hummeln nicht vor, allerdings gibt es auch einzelne Arten, die das Amazonasbecken und die Tropen besiedeln oder nur oberhalb von 1.000 m in Gebirgsketten zu finden sind. Seit Ende der 80er Jahre werden Hummeln weltweit im kommerziellen Anbau von Obst und Gemüse als Bestäuberinsekten eingesetzt. Die größte wirtschaftliche Bedeutung liegt derzeit in ihrer Verwendung beim Gewächshausanbau von Tomaten. Unsere Hummeln beißen sich an der Blüte fest und bringen diese mit ihrem Körper zum Schwingen (Vibrationsbestäubung). Die Kieferabdrücke an der Blüte (Bissspuren) verfärben sich innerhalb von 1 bis 4 Stunden braun und somit kann man die Bestäubung unserer Hummeln kontrollieren. Bei den ersten Besuchen werden genügend Blütenpollen zum Bestäuben übertragen. Ein Fruchtansatz an den Pflanzen erfolgt nach der erfolgreichen Bestäubung einer Blüte. Die Vorteile einer natürlichen Bestäubung mit Hummeln sind vielfältig, zum Beispiel:
• Arbeitsersparnis, Qualitätsverbesserung und Ertragssteigerung
• Verbessertes Gewächshausklima durch geringeren Pollenanteil in der Luft Unsere Hummeln sind bei Temperaturen zwischen 8 und 32 °C aktiv, zwischen 8 und 28 °C erbringen sie optimale Leistungen. Erreichen unsere Gewächshäuser Temperaturen zwischen 28 und 32 °C, nimmt generell die Aktivität sowie die Leistung ab. Bei noch höheren Temperaturen fliegen die Hummeln überhaupt nicht mehr. Ab diesen Temperaturen kühlen die Hummeln die Kolonie, bis die Temperatur wieder unter 32 °C sinkt.
Die Hummel
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