Die Lulo, auch Naranjilla genannt, ist eine in Südamerika (Anden von Ecuador und Kolumbien) beheimatete und dort populäre Obst liefernde Kulturpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Die bis zu 2,5 m hoch werdende krautige Pflanze hat lila oder weiß geäderte dunkelgrüne Blätter und bildet bereits nach 4 Monaten Blüten. Die behaarte Schale der tomatenähnlichen Frucht ist orange, das Fruchtfleisch grünlich, und der exotische Geschmack ähnelt einer Mischung aus Erdbeere, Maracuja und Kiwi. Die reifen, aromatischen und vitaminreichen Früchte können frisch ausgelöffelt werden, zumeist werden sie aber in Desserts oder mit Wasser verdünnt zu Saft verarbeitet. Die Lulo benötigt ganzjährig Durchschnittstemperaturen zwischen 14°C und 22°C (Villachica 19961) und die Früchte brauchen 9-10 Monate für ihre Entwicklung, so dass die Pflanze in Mitteleuropa nur im Gewächshaus kultiviert werden kann. Die nachhaltige Energienutzung industrieller Abwärme, wie in Kleintettau, könnte einen derartigen Anbau von tropischen Nutzpflanzen profitabel und zugleich ökologisch vertretbar machen. Forschung im Tropenhaus - Lulo-Portrait
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